50 Jahre Bogensport beim PSV München

Aus diesem Anlass richten wir am:

Sonntag 14. August 2022 im Stadion des PSV München ein Jubiläumsturnier

aus.
Dabei handelt es sich um ein Internationales, rekordberechtigtes Scheibennadelturnier WA 720 Runde mit Finale nach z.Z. gültigen WA-Regeln und SpO, Trainingspfeile..

Qualifikationsrunde WA720 (72 Pfeile)

Recurve
Entfernung
Auflagengröße
Herren, Damen, Junioren m/w
70m
120cm
Jugend m/w, Master m/w
60m
120cm
Schüler A m/w
40m
120cm
Schüler B m/w
25m
120cm
Compound
Entfernung
Auflagengröße
Herren, Damen, Junioren m/w
50m
  80cm
Jugend m/w, Master m/w
50m
  80cm
Schüler m/w
25m
120cm
Blankbogen
Entfernung
Auflagengröße
Offene Klasse m/w
50m
120cm
Schüler m/w
25m
120cm
Finale
Alle Schützen mit gleicher Entfernung und gleicher Bogenart werden für das Finalschießen jeweils in eine Finalgruppe mit maximal 8 Schützen zusammengefasst:
       - Qualifikationsplätze 1 bis   8 schießen um den Turniersieg
       - Qualifikationsplätze 9 bis 16 schießen um die Plätze 9 bis 16
       - Qualifikationsplätze …….
Recurve und Blankbogen schießen im Satz-System, Compound im kumulativen System.
Ab 6 Schützen wird eine Finalgruppe eröffnet.
Damit besteht für nahezu alle Schützen (auch Schüler und Blankbogen) die Möglichkeit an einem Finalschießen teilzunehmen.
Im Rahmen des Turnier wird es auch eine Feier mit Leckereien vom Grill und vielem mehr geben….
Deutsche Meisterschaft Halle 2022

Nach zwei Jahren Coronapause wieder ein deutsche Meisterschaft Halle, da war bei unseren Schützen die Vorfreude riesig. Insgesamt hatten sich fünf Schützen und Schützinnen zur Meisterschaft in Berlin qualifizieren.
Für Johanna und Andrea war es die erste deutsche Meisterschaft in der Juniorenklasse. Beide starteten mit großen Erwartungen, konnten diese jedoch nicht ganz abrufen. In einem besonders engen Teilnehmerfeld erreicht Johanna mit 553 Ringen den dritten Platz, ringleich zum vierten Platz, schoss aber in Summe eine 10 mehr.
Herzlichen Glückwunsch zur ersten Einzelmedaille auf einer deutschen Meisterschaft. Andrea startete stark mit 279 Ringen in den ersten Durchgang, könnte aber im zweiten nicht daran anschließen. Am Ende erreichte sie mit 549 Ringen den 6 Rand. Die 4 Ringe Abstand zu Johanna zeigten noch einmal das extrem enge Teilnehmerfeld.

Bei den Erwachsenen starteten Laura, Damenklasse, und Tobias, Schützenklasse. Laura durchlebte eine sehr wechselhafte Qualifikation. Im ersten Durchgang schoss sie hervorragende 284 Ringen, konnte aber im zweiten Durchgang nur 270 Ringe folgen lassen. Dies bedeutete den 5 Platz nach der Qualifikation und die Teilnahme im Finale! Im 1/8 Finale bekam Laura mit Nicola aus Freiburg eine starke Gegnerin. Nicola schoss stark auf und leider musste sich Laura mit 7:1 geschlagen geben und schied aus. Tobias Vorbereitung lief sehr wechselhaft, erst in den letzten Trainings vor der deutschen Meisterschaft hatte er zu alter Stärke zurückgefunden. Die Frage war, kann er es auch im Wettkampf umsetzten und ja er konnte. Mit insgesamt 573, einem seiner besten Ergebnisse auf einer deutschen Meisterschaft, erreichte er den achten Platz und konnte sich ebenfalls für das Finale qualifizieren. Im 1/8-Finale war der neunte der Qualifikation, Lars aus Hamm, sein Gegner. Ein spannendes Match über fünf Runden, am Ende setzte sich Lars mit 7:3 durch und Tobias schied aus.

Eine Neuerung in diesem Jahr war eine gemischte Mannschaftswertung. Nach intensivem Ausschießen vorab starteten Johanna, Laura und Andrea in der Mannschaft. Als einziges reines Damenteam unter vielen Herrenteams belegten sie einen sehr guten vierten Platz.
Für unseren jüngsten Starter Henry, Schülerklasse A, war es seine erste deutsche Meisterschaft. Nach überraschender Qualifikation und verkürztem Skiurlaub war das Ziel, die Ergebnisse der letzten Turniere und Trainings zu bestätigen. Dies gelang hervorragend. War der erste Durchgang noch etwas von Nervosität geprägt, konnte er im zweiten Durchgang noch einmal zulegen und erreichte mit 498 Ringen den 26. Platz. Eine Bestätigung seiner Trainingsleistung, super.
Für alle Teilnehmer war die deutsche Meisterschaft nach einer Saison mit einigen kurzfristigen Turnierabsagen ein Highlight und jeder genoss es.

Nach kurzer Pause werden wir in die Vorbereitung zur Freiluftsaison starten. Die nächste Deutsche Meisterschaft im Freien findet im September im Wiesbaden statt. Wir werden berichten.
Bayerische Meisterschaft Halle 2022
Ursprünglich sollte die Meisterschaft wieder im Rahmen der „Augsbow“ in Augsburg stattfinden. Leider wurde die Messe aufgrund der Pandemie abgesagt und so fand die BM in der Luftdruckhalle der Olympiaschießanlage in Hochbrück statt.
Von Donnerstag bis Sonntag maßen sich die besten Schützen Bayerns, um ihren Bayerischen Meister zu bestimmen.
Am Donnerstag starteten die Recurve Master, Senioren und Blankschützen in den Wettbewerb. Walter konnte sich mit einem soliden Schießergebnis den 14. Platz bei den Blank Masters sichern.
Am Samstag schoss die größte Gruppe des PSV, zwei Damen, zwei Herren und drei Juniorinnen gaben an der Schießlinie ihr Bestes.
Bei den Damen schoss Laura respektable 559 Ringe und belegte damit Platz 3 in der Qualifikation. Mit 535 Ringen belegte Dagmar Platz 9 und verpasste um nur 2 Ringe Einzug ins Finale der Besten 8.
Im Halbfinale musste sich Laura nach einem hart umkämpften Match mit Kaderschützin Katharina Bauer knapp geschlagen geben. Das kleine Finale konnte sie mit 7:1 Punkten klar für sich entscheiden und damit Bronze gewinnen.
Bei den Herren belegte Tobias in der Qualifikation den 8. Platz, musste sich dann aber in der ersten Finalrunde dem Sieger der Qualifikation geschlagen geben. André konnte bei seiner ersten BM Halle mit 535 Ringen eine neue Turnierbestleistung aufstellen und belegte in einer starken Herrenkonkurrenz einen respektablen 23. Platz.
Bei den Juniorinnen konnte sich alle drei PSV-Schützinnen, unter tatkräftiger Unterstützung von Evi und Gabriele, für das Finale qualifizieren. Johanna belegte in der Qualifikation den 1. Platz, Andrea den 3. Platz, Kira den 6. Platz.
So hieß im Viertelfinale, PSV gegen PSV, Andrea gegen Kira. Dieses Match konnte Andrea für sich entscheiden. Johanna zog souverän ins Halbfinale ein und sicherte sich nach einem knappen Sieg den Einzug ins Goldfinale. Andrea musste sich ihrer Gegnerin knapp geschlagen geben, schoss dann aber im Bronzefinale stark und konnte sich so die Bronzemedaille sichern. Im Goldfinale schenkten sich Johanna und ihre Gegnerin nichts, sodass der Titel über ein Stechen entschieden werden musste. Johanna behielt die Nerven und konnte sich ihren ersten Titel in der Halle sichern.
Auch bei den Mannschaften gewann der PSV Edelmetall. Die Mannschaft um Johanna, Laura und Tobias wurde zweite. Die Mannschaft um Andrea, Dagmar und André sicherte sich den fünften Platz.
Am Sonntag war dann der Nachwuchs dran. Bei den Schüler A kam Henry mit neuer persönlicher Bestleistung bei seiner ersten Landesmeisterschaft auf den 8. Platz. Für Elenia waren es ebenfalls die ersten Landesmeisterschaften, sie sicherte sich den 13. Platz.

Wir gratulieren allen Schützen und Schützinnen zu der erfolgreichen Teilnahme an der diesjährigen Bayerischen Meisterschaft Halle und drücken die Daumen zur Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft.
Mitte Juli war die Freude groß, als Johanna vom Deutschen Schützenbund für den anstehenden Junioren-CUP in Bukarest und die Junioren-WM in Breslau nominiert wurde. Der erste internationale Einsatz. Schnell mussten noch die letzten Themen geklärt werden, wie z.B. wer hat eine flugfähigen Bogenkoffer und schon ging es noch schnell zum Vorbereitungslehrgang nach Berlin.

Die Qualifikationsrunde beim Junioren Cup in Bukarest lief noch nicht ganz rund, aber in der Ausscheidungsrunde lief es super und Johanna konnte sich vom 18 Platz in der Qualifikation bis auf den 7 Platz nach vorne arbeiten. Beste deutsche Schützin in der Jugendklasse. Noch besser lief es im Team mit Leonie und Regina. Im Viertelfinale gewannen die drei 6:2 gegen Rumänien, das Halbfinale ging leider mit 6:0 an Frankreich. Im kleinen Finale gegen Italien fieberten alle von Zuhause aus beim Livestream mit und sahen eine bärenstarke Leistung, das Team gewann mit 6:0 Bronze.

Gleich in der nächsten Woche waren alle wieder bei der Junioren-WM in Breslau gefordert. Dorthin waren über 500 Sportler aus aller Welt gekommen, ein Ambiente wie bei einem Weltcup.
In einer schweren Qualifikation mit wechselnden Winden und Regenschauern konnte sich Johanna im Vergleich zum Juniorencup steigern und zeigte vor allem zweiten Durchgang was sie kann. In dem deutlich größeren Teilnehmerfeld belegte sie nach der Qualifikation den 47. Platz. Im 1/48 Finale traf sie auf die Schwedin Niki, ein enges Match was Johann leider mit 6:2 verlor und aus dem Einzelwettbewerb ausschied.

Besser lief es wieder im Team zusammen mit Leonie und Regina. Im 1/8 Finale gegen die Amerikanerinnen gelang es ihnen einen 4:0 Rückstand aufzuholen und ein Stechen zu erzwingen. Beide Teams schossen 26 Ringe und am Ende musst der Abstand zwischen der Mitte der Scheibe und dem nähersten Pfeil entscheiden.
So schafften unsere Mädels den Einzug ins Viertelfinale. Hier trafen sie auf Mexiko und zeigten eine Glanzleistung. Durch einen souveränen 5:1 Sieg über die Mexikanerinnen, immerhin 2. der Qualifikation, zog das Team ins Halbfinale ein.
Dort hieß der Gegner Ukraine. Ein stark umkämpftes Match, welches die Ukrainerinnen mit 6:2 gewannen.
Das Finale um Bronze fand in der großen Finalarena statt. So eine Arena sieht man nur bei Weltcups oder Weltmeisterschaften und alle zuhause saßen wieder gebannt vor dem Livestream.
Das Match um Platz 3 gegen Indien war hart umkämpft, nach 3 Passen stand es unentschieden und die nächste Passe musste Entscheiden. Die Inderinnen schossen eine 54er-Passe und konnten so das Match um Platz 3 gewinnen und das deutsche Jugendteam mit Johanna belegte den vierten Platz.

Aber später am Tag konnte das deutsche Team doch noch über 2 Medaillen jubeln. Charline und Jonathan konnten ihre Bronzematches in der Juniorenklasse gewinnen. Herzlichen Glückwunsch!

Wir gratulieren Johanna zu den erfolgreichen Einsätzen bei Junioren-CUP und Junioren-WM und wünschen ihr weiterhin viel Erfolg beim Bogenschießen und allen zukünftigen Einsätzen.

Siegerehrung European Youth Cup in Bukarest

Erster internationaler Einsatz für Johanna
Flying Arrow Summer Week
Nach einem Jahr Pause und trotz Corona fand dieses Jahr wieder eine Jugendferienwoche statt. Dieses Jahr leider noch ohne Übernachtung, aber dafür bei uns am Platz und mit Meistbeteilung.
Der Anfang der Woche stand unter dem Motto Feld- und 3D-Bogenschießen. Am Montag schossen wir noch bei uns am Platz die Entfernungen aus und übten Entfernung zu schätzen. Am Dienstag wurde die Theorie dann in Praxis auf der Keltenschanzen umgesetzt. Aber zuerst war der Weg dorthin mit dem Fahrrad zu bewältigen. Nach dem Einschießen ging es sogleich ins Gelände. Scheibe bergauf, bergab, schief, in den dunklen Wald und ab und an ein 3D Tier. Viele neue Erfahrungen für unsere Schützen. Nach der anstrengenden Runde auf der Keltenschanze ging es noch zu Fußballspielen, Baden und Pizzaessen an den Germeringer See.
Am Mittwoch hatte der Bogen frei. Am Vormittag waren wir im Hochseilgarten und am Nachmittag am Bogenplatz zum Sehnenbau oder Paracord flechten. Am Donnerstag stand eigentlich unser Bogenlauf auf dem Programm, der aber leider den nassen Platzverhältnissen zum Opfer fiel. Dafür ging es gleich mit dem Mannschaftschießen los, welches sich insgeheim zum Highlight der Woche entwickelte. Jeder durfte sich seine Entfernung 20m oder 40m aussuchen und es wurde eine Quali-Runde geschossen. Anhand dieses Ergebnisses wurden die Teams gebildet. Diese hatten solch klangvollen Namen wie, „M bis X“, „Goldhunger“, „OP-Kartoffel“,… Der Ablauf war schnell geklärt und jedes Team schoss gegen jedes Team und alle hatte einen riesen Spaß.
Der Freitag begann mit ein wenig Yoga zur Einstimmung auf den Tag und ab zur Boulderhalle. Route rauf und runter, auch mal über Kopf schnell merkte der ein oder andere seine Hände und Armmuskulatur. Den Nachmittag ließen wir gemütlich bei einer Runde Fußball, Volleyball oder ein paar Pfeilen ausklingen.
Es war wieder eine super Woche, aber wie immer zu kurz. Ein herzlicher Dank an die Vielzahl an Betreuern und an die Keltenschanze. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, dann hoffentlich wieder mit Übernachtung an einem Bogenplatz.
Am Wochenende vom 30.07. bis 01.08.2021 fand in Hochbrück die Bayerische Meisterschaft WA720 statt und ich habe allen Schützen und Schützinnen fest meine plüschigen Pfoten gedrückt. Aber ich will euch alles ganz genau von Anfang an erzählen.
Am Freitag, pünktlich zu Beginn der Sommerferien, ging es für Mirko als einzigen Blank Herren vom PSV, und für unsere Recurve Master weiblich, also für Evi, Conny und Gabi, los. Mirko erreichte mit 255 Ringen im 1. Durchgang und 246 Ringen im 2. Durchgang mit insgesamt 501 Ringen den 12. Platz.
Evi legte mit 282 Ringen stark vor. Im 2. Durchgang musste sie jedoch wegen Problemen in der Zughand ein paar Federn lassen. Trotz dieser Probleme kam sie noch auf 551 Ringe und sicherte sich den 6. Platz. Da stellte manch einer so qualifizierte Fragen wie: Ruhen und den Finger Pflegen, schießen aufhören, normal weiterschießen (weil schießen alles heilt) oder auf die dunkle Seite der Macht wechseln?
Conny schoss zwei sehr gleichmäßige Durchgänge und sicherte sich so mit 548 Ringen (276 Ringe und 272 Ringe) den 7. Platz direkt hinter Evi, und Gabi erreichte mit 239 und 220 Ringen (insgesamt 459 Ringe) den 9. Platz. Mit dieser Leistung konnten sich die drei den Mannschaftstitel sichern.

Für mich ging es aber erst am Samstag richtig los: Zusammen mit Evi durfte ich Kira und Andrea coachen. Dafür habe ich sogar eine Betreuer-Akkreditierung bekommen! Wir konnten uns aber nicht erklären, warum auf der Akkreditierung von Evi nicht „Evi ist wichtig“ draufstand…
Andrea trat zur Abwechslung mal wieder für den PSV in weiß an, und nicht wie bei den letzten Turnieren „immer wenn sie blau war“ für den BSSB. Sie hatte zuvor vom Trainerteam zwei Aufgaben bekommen, konnte jedoch nur eine davon erfüllen: Zwar konnte sie die Bayerische Meisterschaft in der Recurve Jugend weiblich gewinnen, jedoch nicht mit 630, sondern nur mit 613 Ringen (306 Ringe und 307 Ringe).
Auch Kira, die dieses Jahr bereits in Bochum bei den Ruhr Games die Bronzemedaille gewinnen konnte, stellte ihr Können eindrucksvoll unter Beweis. Nicht einmal ihr Klicker, welcher den Drang hatte, sich die ganze Zeit zu verstellen und locker zu werden oder ihr Pfeil, der den Drang verspürte, auf den Button zu hüpfen, brachte sie aus ihrer Ruhe. Diese hatte sie ihrem geschicktem Wettkampfmanagement zu verdanken; schließlich sind es ja nur 72 Pfeile, die aufgeschrieben werden. Und so schoss sie sich mit einer neuen Bestleistung von starken 571 Ringen erneut auf den 3. Platz.
Mit einem gutem Gesamtergebnis von 1813 Ringen ist unsere #JugendmannschaftvomPSV nun endlich Bayerischer Meister mit der Mannschaft, ein lang gehegtes Ziel. Da Johanna auf dem Weg zum Juniorencup in Bukarest war, durfte ich mit aufs Podium und mir ihre Medaille umhängen.

Bei den Recurve Damen ging am Samstag Laura an den Start. Ähnlich wie Andrea hatte sie trotz der Unterstützung von Anastasia zwar gute Gruppen, die aber halt nicht in der 10 waren, und erreichte so mit ihren 282 und 283 Ringen (insgesamt 565 Ringe) den 6. Platz.
Bei den Recurve Herren konnte sich Christian mit 515 Ringen den 34. Platz sichern, André erreichte auf seiner ersten Bayerischen mit der Bestleistung von 523 Ringen den 31. Platz. Tommi, der im Vorfeld fleißig wie immer trainiert hatte, schoss sich mit 570 Ringen auf Platz 23. Tobi lieferte mit Dimitris Hilfe im 1. Durchgang starke 323 Ringe ab, hatte jedoch nicht ausreichend Motivation, dieses Niveau zu halten. Er bevorzugte es, vor dem Stellen des Visiers noch ein paar 7er abzuwarten. Doch besser spät als nie! Schließlich landete er mit 627 Ringen auf dem 6. Platz. Für die Recurve Herren Mannschaft reichte es so mit 1665 Ringen für den 5. Platz.

Am verregneten Sonntag waren dann noch die Schüler und die Compounder dran. Benedikt erreichte bei den Schülern A mit neuer persönlicher Bestleistung von 480 den 12. Platz. Tom mit 442 Ringen den 13. Platz. Um die zwei zu unterstützen, musste ich nicht mal nass werden, sondern ich konnte ihnen im Trockenen unter meinem großen Regenschirm zuschauen.
Axel schoss in beiden Durchgängen 327 Ringe und landete bei den Compound Mastern auf Platz 8. Mit seinen 654 Ringen verfehlte er die Qualifikation zur Deutschen leider abermals nur ganz knapp.
Auf der Deutschen Meisterschaft in Wiesbaden im September dürfen Laura, Tobi, Kira, Johanna und Andrea nochmal angreifen und zeigen, was sie können. Und ich darf auch wieder mit Anastasia und Dimitri dabei sein, freu mich schon drauf. Außerdem bin ich immer total glücklich, wenn ich Schützen auf Meisterschaften betreuen darf und ihnen helfen kann!

Sportliche Grüße, alle ins Gold und bis zum nächsten Mal,
euer Paddy
Endlich wieder Meisterschaften!

Als ersten Lichtblick nach dem Corona-Lockdown hatte der deutsche Schützenbund  zum DeutschlandCup Bogen in Berlin und Bochum eingeladen. Eine erfreuliche Abwechslung nach einer langen Zeit ohne Wettkämpfe und eine gute Möglichkeit in die neue Wettkampfsaison zu starten. Mit einem passenden Hygienekonzept (regelmäßige Tests, Abstand und Maske) war ein halbwegs normaler Turnierablauf möglich.

Den Anfang machten Laura und Tobias am Freitag in Berlin.

Das Wettkampffeld war bestens vorbereitet und die Bedingungen sehr gut. In der starken Herrenklasse hatte Tobias am Anfang ein paar Probleme in den Wettkampf zu finden, er meinte selbst: „Noch fehlt mir die hundertprozentige Kontrolle über meinen Schussablauf im Wettkampf. Was sicher auch an der langen Wettkampfpause seit letztem Jahr im Sommer lag. Nach einer Steigerung im zweiten Durchgang erreicht Tobias mit 610 Ringen den 15. Platz.

Nach sehr durchwachsenen Trainingsleistungen im Vorfeld waren Lauras Erwartungen an den Wettkampf nicht sonderlich hoch. Die im ersten Durchgang erreichten 305 Ringen waren daher sehr überraschend. Laura meinte selbst: „Ich kann es gar nicht glauben, gerade nachdem die letzten Trainings überhaupt nicht gut liefen. Nach einem starken Start in den zweiten Durchgang schlich sich jedoch wieder der ein oder anderer Fehler ein, welche sich bis zum Ende des Durchganges nicht mehr ganz eliminieren hat ließen. Mit 593 Ringen belegte sie den 5. Platz und verpasste den Einzug ins Finale um nur einen Ring.

Der DeutschlandCup in Berlin war eine super Veranstaltung und ein toller Start in die Wettkampfsaison.

 

Aber für Tobias ging die Reise noch weiter. Direkt nach dem Wettkampf fuhr er mit dem Zug nach Bochum um unsere Jugend beim DeutschlandCup U18 zu unterstützen. Dieser wurde dieses Jahr erstmalig ausgetragen und fand im Rahmen der RuhrGames statt.

An den Start gingen Johanna und Kira. Die Qualifikation startete bereits um 9 Uhr bei bedecktem Himmel und leicht feuchter Luft.
Kira kämpfte zu Beginn des Wettkampfes etwas mit ihrer Nervosität, war es doch ihr erstes Turnier mit deutschlandweiter Beteiligung. Durch ein konzentriertes und fokussiertes Schießen erreichte sie eine neue persönliche Bestleistung von 535 Ringen und belegte im dem starken Teilnehmerfeld mit mehreren Landes- und Bundeskaderschützen den 14. Platz.
Johanna als erfahrene Bogenschützin kämpfte zu Beginn noch ein wenig mit ihrer Schießtechnik und den Lichtverhältnissen. Mit einem soliden Ergebnis von 616 Ringen belegte sie den zweiten Platz nach der Qualifikation.
Für die besten 16 Schützinnen ging der Wettkampf mit dem Finalschießen weiter, darunter auch Johanna und Kira. Johanna traf in der ersten Runde auf die Fünfzehnte aus der Qualifikaiton und setzte sich klar mit 6:0 durch. Für Kira war die Herausforderung in der ersten Runde deutlich größer, sie traf auf die drittplatzierte der Qualifikation. Kira schoss deutlich stärker als in der Qualifikation und erreichte nach 5 Passen ein Unentschieden, somit müsste ein Stechpfeil entscheiden wer in die nächste Runde einzieht. Beim Stechpfeil schießt jede Schützin einen Pfeil und welcher Pfeil näher an der Mitte getroffen hat ist weiter. Kira setzte sich mit einer 8 gegen eine 7 durch und zog ins Viertelfinale ein.
Ab dem Viertelfinale erschwerten wechselnde Wind- und Lichtverhältnisse das Schießen. Kira kam mit den wechselnden Bedingungen besser zurecht und sicherte sich mit einem 6:2 Sieg den Einzug in Halbfinale. Johanna schoss in ihrem Viertelfinale auf konstant hohem Niveau und siegte souverän.
Das PSV Halbfinale war perfekt! Im Training oft schon gegeneinander geschossen, standen sich beide nun das erste Mal in einem Wettkampf gegenüber. Die Anspannung war groß. Nachdem Kira den ersten Satz für sich entscheiden konnte, zeigte Johanna in den folgenden Sätzen ihre Finalstärke und setzte sich schließlich mit 6:2 durch.

Somit stand Johanna im Goldfinale und Kira im Finale um Bronze. Der Jubel aller in München vor dem Livestream mitfiebernden PSV-Anhänger war bis nach Bochum zu hören. Für die Medaillematches wurde extra ein eigenes Finalfeld errichtet. Hier hat jede Schützin 20 Sekunden für den Pfeil Zeit und es wird abwechselnd geschossen. Eine Herausforderung, haben wir aber im Training bereits vor 2 Wochen geübt. Los ging es mit dem Finale um Bronze, Kira traf auf die Viertplatzierte der Qualifikation, Annika vom Krefelder SK. Als vierzehnte war Kira die klare Außenseiterin. Doch sie ließ sich nicht einschüchtern und erkämpfte sich wieder ein 5:5 Unentschieden. Ein einziger Pfeil sollte also entscheiden, wer die Bronzemedaille gewinnen würde. Annika legte mit einer 8 vor, doch davon ließ sich Kira nicht beirren, schoss eine 9 und gewann die Bronzemedaille. Die Freude war natürlich riesig.

Im Goldfinale traf Johanna auf die Erstplatzierte der Qualifikation, Leoni vom TSV Lindenberg. Beide hatten bereits mehrmals gegeneinander geschossen und der Ausgang dieses Matches war vollkommend offen. Passend zum Goldfinale frischte der Wind auf und verlangte alles von den beiden erfahrenen Schützinnen ab. Leonie kam mit den Bedingungen etwas besser zurecht und entschied das Match 7:1 für  sich. Johanna erreicht mit diesem Ergebnis den sehr guten zweiten Platz.

Wir freuen uns über einen zweiten Platz für Johanna und einen dritten Platz für Kira beim DeutschlandCUP U18 Bogen.

Der Aufwand mit Covidtest und Bahnfahrten durch ganz Deutschland hat sich auf jeden Fall gelohnt, es waren zwei sehr gut organisierte Wettkämpfe. Die Einbindung in Multisportveranstaltungen wie die Finals oder den RuhrGames ist eine erstklassige Gelegenheit unseren Sport einer breiten Masse zu präsentieren. Gerne wieder.

DSB Bericht

Quelle der Fotos: DSB Facebookseite

Deutschland Cup Bogen
cof
Trainings Area
Wettkampf Area
Das „Vegas Shoot“ ist das größte Hallenturnier weltweit und jedes Jahr wird eine neuer Teilnehmerrekord aufgestellt. Dieses Jahr traten vom 7. bis 9. Februar 3.816 Schützen und Schützinnen aus 53 Ländern an. Jung bis Alt war gekommen, um den Sport auszuüben, den wir alle so sehr lieben.
In Las Vegas gibt es einige Besonderheiten zu den sonst bekannten Turnieren. So werden statt zwei, drei Wertungsdurchgänge geschossen. Ebenso wird auf die im Dreieck angeordneten Vegas-Spots und nicht auf die vertikalen 3er-Spots geschossen. Auch die Schussdistanz ist mit 20 yards ein paar Zentimeter länger als die bekannten 18m.
Der Wettkampfort war eher ungewöhnlich. Geschossen wurde in der Rodeoarena und den Veranstaltungshallen des Southpoint Hotel und Casino. Dort übernachteten auch die meisten Bogenschützen. Dies sorgte für eine besondere Atmosphäre. Stets traf man in den Fluren, Casinos oder Restaurants auf Leute mit Bögen.

Freitagvormittag ging es also mit dem ersten Durchgang los. Die Nervosität stieg deutlich, ließ aber nach den ersten Pfeilen nach.
Am ersten Tag schoss der aktuell Weltranglistenerste, Brady Ellison, die Maximalringzahl von 300 Ringen. Dies ist bisher noch keinem olympischen Recurveschützen gelungen. In der gleichen Klasse schoss Tobias am ersten Tag hervorragende 289 Ringe, dies bedeutete zwischenzeitlich den 13. Platz.
Der zweite Wettkampftag begann sehr früh. Bereits um sieben Uhr flogen die ersten Pfeile.
Laura teilte sich ihre Scheibe mit der aktuellen Olympiasiegerin Chang Hye-jin. Nach hervorragenden 280 Ringen am ersten Tag, hatte sie am zweiten Tag doch mit ihren Nerven zu kämpfen. Brady Ellison behielt seine weiße Weste und schoss abermals 300.
Nach zwei von drei Durchgängen wurden die Gruppen entsprechend der Ergebnisliste neu gemischt. Alles blickte gespannt auf Brady. Würde ihm die Sensation gelingen, als erster Recurveschütze perfekte 900 Ringe zu schießen? Und sie gelang ihm!

Nach drei aufregenden Wettkampftagen erreichte Tobias mit 854 Ringen den 28. Platz, Laura erreichte mit 818 Ringen ebenfalls den 28. Platz.
Es war eine spannende und einmalige Erfahrung an solch einem großen und hochkarätig besetzten Wettkampf teilzunehmen. So ein Turnier ist in Deutschland nicht zu finden.
The Vegas Shoot 2020

Nach dem derzeitigen Stand kann unter folgenden Voraussetzungen trainiert werden:

 

Die Trainingszeiten findet ihr hier

Ansonsten gelten die Hygienevorschriften des PSV München.
Reservierungen sind über unser Anmeldetool möglich.

 

 

Die aktuelle Vorgabe ist:
Inzidenzwert < 35 = Kein negativer Test erforderlich
Die aktuelle Vorgabe ist:
Inzidenzwert > 50 < 100 = Negativer Test erforderlich
Zweifach Geimpfte und Genesene sind von der Testpflicht ausgenommen, ein entsprechender Nachweis ist aber erforderlich